Häufig gestellte Fragen von Helfern

F?

Kann ich als Student auch eine Rechnung stellen?

A.

Arbeitet man als Student nicht regelmäßig, sondern z. B. lediglich einmal im Monat als Umzugshelfer oder anderweitig, ist dies auf Rechnung möglich. Wichtig ist, dass die betreffende Tätigkeit nicht ständig, d. h. regelmäßig ausgeübt wird, da ansonsten ein Gewerbe anzumelden ist. Du erhältst dann offiziell den Status „Freiberufler“. Wie eine Rechnung konkret auszusehen hat, fassen wir für dich zusammen:

Was gilt es beim Schreiben einer Rechnung zu beachten?

Als selbstständiger Student musst du deine Rechnungen so schreiben, dass alle erforderlichen Punkte enthalten sind. Dazu zählen

  • die Steuernummer, unter der man beim Finanzamt geführt wird
  • der vollständige Name und die vollständige Adresse des Leistungserbringers (des Unternehmers) und des Leistungsempfängers (des Kunden)
  • der Zeitpunkt der Dienstleistung und das Ausstellungsdatum der Rechnung
  • eine fortlaufende Rechnungsnummer
  • den Umfang und die Art der erbrachten Dienstleistung
  • das Honorar für die erbrachte Leistung
  • evtl. den Hinweis, dass keine Steuern abgeführt werden

Anders als bei Unternehmern, die Umsatzsteuer ausweisen müssen, verzichtet der Kleinunternehmer auf eine Aufschlüsselung der Steuer. Dafür muss seine Rechnung einen Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung beinhalten. 
Dieser kann z. B. so lauten: “Gemäß § 19 (1) UStG enthält der ausgewiesene Betrag keine Umsatzsteuer.”

Aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit kann der Kleinunternehmer eventuell dennoch auf seiner Rechnung Umsatzsteuer ausgewiesen haben. In diesem Fall bleibt die Kleinunternehmerregelung zwar erhalten, aber die ausgewiesene Umsatzsteuer muss komplett an das Finanzamt abgeführt werden.

Es ist wichtig, die Einkommensgrenze von 8.354 Euro pro Jahr nicht zu überschreiten. Da man ab hier steuerpflichtig wird, sollte man seinen Verdienst im Jahr ein wenig im Blick behalten. Auch sollte man die Rechnungen für seine Ausgaben sammeln, z. B. für den neuen Laptop, das Geschäftsessen, usw., da diese als Werbungskosten steuerlich absetzbar sind. Wer mit seiner Arbeit auf Rechnung jährlich an die 8.354 Euro-Grenze kommt, sollte in Erwägung ziehen, ein Gewerbe anzumelden.